Historisches Uhrwerk von Schloss Kuppritz

Wanderer, kommst du nach Kuppritz, einem Ortsteil von Hochkirch, zwischen Bautzen und Löbau gelegen, dann solltest du deine Ohren aufsperren, denn seit geraumer Zeit schlägt sie wieder, die Kuppritzer Glocke, zu jeder vollen Stunde.

Früher, in längst vergangenen feudalen Zeiten, hat sie den Landarbeitern die Tageszeiten, vor allem aber den Feierabend signalisiert. Heute ist der Uhrenturm am Rittergut Kuppritz das Schmuckstück der Schlossfrontseite. Auch die nach 1945 verschollenen Sandsteinvasen auf dem Sims links und rechts vom Ziffernblatt sind zurück gewonnen worden.

Das Herzstück dieses antiken Chronometers aber, eine Mechanik aus der Barockzeit, fast verrottet und verrostet, hat zwischen 2012 und 2015 neue Farbe und neuen Glanz bekommen, dank der Handwerkskunst von Uhrmacher Mathias Schäfer aus Weißbach bei Pulsnitz.

90 Uhrwerk 3 - Kopie

Geschichte des Uhrwerks

Das Uhrwerk stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 1720 und war in der Kirche zu Hochkirch verbaut. Die Kirche (Baujahr 1720) wurde erst 1751 mit dem Kirchturm ergänzt, der dann in diesem Jahr eine neues, aufwändigeres und heute noch existierendes Uhrwerk bekam, welches dann u.a. in der „Schlacht bei Hochkirch“ eine entscheidende Rolle spielte.

Es gibt Hinweise, dass das vermutlich von 1720-1751 betriebene alte, einfachere Uhrwerk dann (in Kuppritz?) eingelagert wurde. 1825 wurde es dann vom Schmied J.C. Ullrich aus Rosenhain „reparirt“ (Gravur auf dem Uhrwerk). Vermutlich auch in diesem Jahr wurde von Christian Heinrich von Kindt ein Uhrwerksturms errichtet, mit der Glocke (von 1644 mit Gravur „Hans von Nostitz zu Ullersdorf“) versehen und zum heute noch existierenden Uhrturm-Ensemble zusammengefügt.

Glocke von...

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